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Hafer – ein gesundes und vielseitiges Getreide

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Haferflocken werden zu Recht als Powerfood bezeichnet. Sie enthalten große Mengen an Eiweiß, Ballaststoffen, komplexen Kohlenhydraten, Mineralstoffen und Vitaminen. Somit sättigen sie lange und helfen beim Muskelaufbau. Im Gegensatz zu Mehlen werden Haferflocken aus dem ganzen Korn hergestellt, also aus Mehlkörper, Randschichten und Keim. Es gibt kernige oder zarte Haferflocken und Schmelzflocken. Doch wie werden sie hergestellt und wofür werden sie verwendet?

Herstellung und Verwendung

Im Spätsommer werden die Haferkörner mit speziellen Maschinen geerntet, sie werden dabei vom Halm getrennt. Wichtig ist nach der Ernte die Qualitätskontrolle, wobei Proben auf verschiedene Kriterien getestet werden, z. B. auf Aussehen und Geruch. Danach siebt und reinigt man den Hafer von Unkraut oder Stroh und sortiert Fremdkörper und kleine Steine aus. Dann erfolgt die Trocknung in heißen Rohren bei 90 °C, das sogenannte Darren. Dadurch wird der Hafer haltbarer und schmeckt besser. Beim Entspelzen werden die Körner dann von ihrer äußeren Hülle, den Spelzen, getrennt. Dazu werden die Körner in einer rotierenden Maschine geschleudert und die Spelzen durch ein Gebläse von den Körnern entfernt und abgesaugt. Anschließend werden die Körner nach Größe sortiert, durch Wasserdampf erhitzt, damit sie elastisch werden und durch zwei Walzen gewalzt. Dabei werden aus ganzen Körnern große bzw. kernige Flocken gewalzt und die anderen zu Hafergrütze und kleineren Flocken bzw. zarten Flocken verarbeitet. Haferflocken sind vielseitig verwendbar, z. B. für Porridge (Haferbrei), Overnight Oats (über Nacht eingeweichte Flocken) oder Granola (Knuspermüsli). Auch zum Backen können sie verwendet werden, z. B. für Kekse, Muffins oder Brot.

Porridge – der moderne Haferbrei

Porridge stammt aus Großbritannien und ist dort zum Frühstück sehr beliebt. In Deutschland wird er als Haferbrei bezeichnet und ist unter diesem Namen schon lange bekannt. In England entstanden die ersten Rezepte im 18. Jahrhundert. Damals wurde Porridge mit Wein, Sherry Trockenfrüchten oder mit Butter oder Pfeffer serviert. Porridge ist nicht nur sehr gesund, er benötigt auch nicht viele Zutaten und ist schnell zubereitet. Die Haferflocken werden mit Milch oder Wasser aufgekocht und anschließend bei geringer Hitze ziehen gelassen. Verfeinert werden kann er mit fast allem. Frisches Obst, Trockenfrüchte, verschiedene Nüsse oder Samen, aber auch Gewürze wie Zimt und Vanille passen dazu. Zum Süßen eignen sich Honig oder andere Süßungsmittel.

Müsli – vielseitiges Frühstück

Um Müsli zuzubereiten, werden die Haferflocken mit Milch oder Joghurt vermischt. Genau wie Porridge kann es dann mit frischem oder getrocknetem Obst, Nüssen, Kernen oder Samen (z. B. Chia- oder Leinsamen) verfeinert werden. Trockenfrüchte eignen sich gut zum Süßen, frische, saisonale Früchte und Beeren sorgen für Vitamine im Müsli. Es muss auch nicht immer mit Kuhmilch oder Joghurt gemischt werden – pflanzliche Getränke wie Mandel- oder Sojamilch oder Säfte eignen sich auch und sorgen für Abwechslung. Um ein Knuspermüsli zuzubereiten, werden Haferflocken, Nüsse, Gewürze, Öl und Honig miteinander vermischt und anschließend gebacken. Beim Abkühlen wird es knusprig. Auch Knuspermüsli kann mit Trockenfrüchten oder frischem Obst verfeinert werden. Richtig aufbewahrt ist es mindestens zwei Wochen haltbar.

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